Die Sage

wo alles begann...


Mitte des 16. Jahrhunderts gab es eine Sage, dass es viele Hexen in Konstanz geben soll. Und zwei Hexen spielen eine besonders große Rolle und das sind Curlina und Jona. Jona, die auch Meratin genannt wurde!

Curlina, von der die Inquisition dachte sie sei auch eine Hexe wie Jona wurde freigesprochen und nicht verbrannt! Nur Meratin wurde getötet! Die Meratin gab sich dem Teufel (in der Gestallt eines reichen Bauers: Stenz) hin und bekam dafür Silber und Gold versprochen, doch am Morgen, als sie aufwachte, war in der Truhe nur Roßkot und Dreck. Vor Wut ritt sie zum Heuberg. Keiner wusste genau, ob sie eine Sau oder eine Katze war, doch jeden, den sie berührte, war fortan gelähmt!

 

Die Meratin kam ins Seelhaus, dort musste sie bleiben bis sie vor den Rat geführt wurde. Sie konnte nicht mehr gehen und war so schwach, dass man sie im Zuber ins Rathaus tragen musste. Als Meratin vor den Rat kam wurde nach langer Überlegung ihr Urteil verkündet. Sie solle an der Richtstatt im Tägermoos verbrannt werden.

 

Gegenüber der Richtstatt liegt das Ried von Wollmatingen. Als die Meratin verbrannte, wurde ihre Asche vom Wind ins Wollmatinger Ried getrieben. Mit dem Wind und der Asche entstand der Hexengeist. Verborgen lag der Geist 425 Jahre im Ried, bis im Jahre 1980 die Wollmatinger Riedhexen kamen, um ihn zu erlösen.

 

Jedes Jahr wird seither am 6. Januar der Hexengeist wiederbelebt. Seine Regentschaft dauert von „ Heilige 3 Könige „ bis einschließlich Fasnachtsdienstag“. Dann wird der Hexengeist wieder verbrannt und für ein weiteres Jahr ins Wollmatinger Ried verbannt.

 

 

 

Die Tatsache

 

Im Jahre 1546 wurde eine gewisse Jona Meratin der Hexerei angeklagt, aber wieder freigelassen. Im Jahre 1555 wurde sie erneut angeklagt. Sie wurde am 27.07.1555 ins Gefängnis Raueneck gebracht.

 

Nach 6 Tagen Haft wurde sie in das Seelhaus verlegt. Am 8.08.1555 wurde sie zum Tod durch Verbrennen verurteilt und auf der Richtstadt im Tägermoos hingerichtet. Ein Gerichtsbeobachter schrieb:“ Sie war so schwach, dass man sie vom Seelhaus ins Rathaus tragen musste und anschließend musste sie auf einem Karren zur Richtstadt im Tägermoos geführt werden“.